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Austria Triathlon Podersdorf- Staatsmeistertitel Langdistanz

hart, härter, Podersdorf.... ich bin nicht jemand, der aufgibt!…

Kamila Polak: News

hart, härter, Podersdorf.... ich bin nicht jemand, der aufgibt!

Austria Triathlon Podersdorf- Staatsmeistertitel Langdistanz

Nach dem Ironman in Klagenfurt war klar, es muss eine weitere Langdistanz her.
Die Entscheidung fiel letztendlich auf Podersdorf – nicht zwingend wegen der Staatsmeisterschaften, sondern viel mehr wegen Nähe, zahlreicher Starts meiner Schützlinge und Teammitglieder, familiärem Flair, und immerhin dem 30. Jubiläum von Austria Triathlon Podersdorf.

Unter dem Motto: FAST, HARD, LEGENDARY ging es am Samstag, 2.9.2017 um 7:00 los: 3,8km schwimmen, 180km Rad, 42km Lauf. 

Mein Vorsatz war einfach nur ein geiles Rennen zu machen. Ich wusste noch meine Zahlen, Daten und Fakten von 2015 wo ich hier in einer Top Zeit von 9 Stunden und 9 Minuten finishte. Zu gerne hätte ich diese Bestzeit pulverisiert – meine Form am Rad und beim Laufen war vielversprechend. Doch am 2.9. erwarteten uns andere Bedingungen: starker Wind!

Ich war positiv eingestellt, denn wo ein Gegenwind, da auch ein Rückenwind…
Schon beim Einschwimmen war klar, dass das Schwimmen heute kein Honiglecken sein wird… der Wind schaukelte das Wasser auf, ersten paar Züge unter Wasser: sowas hab ich noch nie erlebt! Ich bin oft im Meer beim Wellengang geschwommen, und auch Rennen gemacht, aber das? Man sah nix! Keine Bojen, keine Mitschwimmer. Da knallte ein Ellbogen her, da ein Fuß, auf einmal schwamm ich auf wen auf… dazwischen kaffeebraune Wellen ins Gesicht… ich bekam keine Luft mehr und geriet in Panik. Schaute auf und versuchte Brust zu schwimmen -  blieb letztendlich stehen und versuchte mich zu fassen. Am liebsten wäre ich umgedreht und auf das Rennen abgebrochen – da Aufgeben nicht mein Ding ist, probierte ich doch nochmals zu schwimmen. Die Herausforderung von Podersdorf 2017 ist mittlerweile jedem bekannt... Ich fiel durch meine Panik stark zurück und als ich wieder da war (schwimmend) musste ich mich durch gehende Massen (mit Rückenwind absolut unverständlich) wieder nach vorne kämpfen.

Endlich war das Schwimmen geschafft! Ich hab es überlebt.

Am Rad fühlte ich mich von Beginn an super. Ich änderte gegenüber Klagenfurt meine Ernährung und freute mich sehr, dass die Rechnung aufging. Obwohl ich etwa 10 Durchschnittswatt mehr als 2015 fuhr, bzw. gleich viel Watt wie in Klagenfurt, war aufgrund immer stärker werdenden Wind keine Radbestzeit drin!

Ich wechselte als Führende auf die Laufstrecke. Locker lief ich los, das Tempo war geil… doch vor lauter Glücksgefühle hab ich die Verpflegung unterschätzt und fing viel zu spät an, Kohlehydrate zu zuführen. Nach 16 Kilometer war der Ofen aus! Ich hatte noch 28 vor mir – und ich hatte keinen Plan, wie ich diese bewältigen soll. Jede Nahrungszufuhr verursachte Übelkeit. Drei Klobesuche (ich musste noch nie so oft) und etwa 16 Gehpausen waren notwendig.

Hannes motivierte mich zum Weitermachen, ich glaube, wenn er nicht da wäre, würde ich das Rennen abbrechen und mich jahrelang dafür hassen. So kämpfte ich mich nach 9:32:56 mit Tränen in den Augen ins Ziel, begleitet von meinen zwei Engelchen, die sehnsüchtig auf mich warteten.

Meine Splitzeiten: 
Schwimmen 58:22
Rad 5:03:01
Lauf 3:28:07


Ich freue mich riesig über diesen Gesamtsieg, meinen zweiten Staatsmeistertitel auf der Langdistanz und dem gewonnenen Kampf gegen mich selbst. Podersdorf ist einfach nur hart!

Und wie wir Triathleten halt sind, wir können keine Ruhe geben und schmieden schon zwei Tage später Pläne für eine weitere Langdistanz ;-)

2. Gesamtrang beim WEM Classic - Gesamtleistung sowie Einzelleistungen passen
12 Aug

WEM – Waldviertler Eisenmann Mitteldistanz

Nach dem Ironman Austria konnte ich bereits sehr bald das gewohnte Training aufnehmen.
Es folgte ein feiner Rad- und Laufblock und ich merkte, dass der Formaufbau definitiv besser voranging als vor dem Ironman.
Ich freute mich auf den nächsten Bewerb – den Waldviertler Eisenman, denn wir würden diesen auch wie letztes Jahr wieder mit einem Familienurlaub verbinden.
Bereits eine Woche vor dem WEM genoss ich total entspannt das Training in anderer Umgebung.
Am 12.8. war es endlich so weit. Ich ging das Rennen sehr bewusst und entspannt an.
Taktisch zu schwimmen- um nicht wie letztes Jahr total blau auf die selektive Radstrecke zu gehen – war mehr als eine gute Entscheidung! Mit einem Rückstand von zwei Minuten stieg ich als zweite Dame aus dem Wasser.
Am Rad weiß ich, dass ich meistens die ersten 30km verschlafe, daher versuchte ich von Anfang an Alles zu geben und meine Position zu halten. Nach 25 Kilometer wurde ich dennoch mit Lichtgeschwindigkeit überholt. Es folgte ein mentales Tief. Doch am Ende der ersten Runde, sah ich, dass ich gar nicht so schlecht unterwegs war, denn die führende Romana Slavinec hat zwar ihren Vorsprung ausgebaut aber nicht wie ich es erwartete. Ich raffte mich auf und versuchte die zweite Runde genauso schnell zu fahren wie die erste. Siehe da, mein Vorhaben gelang mir und der Rückstand schwand. „53 Sekunden auf die Zweite!“ – echt? Ich konnte es nicht glauben… doch da war sie wieder – Celia Kuch, die Profidame aus Deutschland. Kilometer für Kilometer arbeitete ich mich nach vorne, überholte zurück und fuhr an zweiter Position mit dem selben Rückstand (2min) auf die Führende in die Wechselzone ein.
Es galt, vier selektive Runden um den See zu laufen, mit einem fünfmaligen Anstieg in die Stadt. Irgendwie hatte ich mir eine falsche Zielzeit in den Kopf gesetzt und war nach der zweiten Laufrunde total deprimiert. Ich betrieb viel Kopfarbeit: „…leiste ich doch eine gute Arbeit. Ich halte meine zweite Position, und ich kann mich doch nicht mit den Mädels hier vergleichen. Ich hab ja schließlich zwei Kinder… „Ein Blick auf die Uhr: unter fünf Stunden geht sich aus und ich gab erneut Gas.

Nach 4:56:48 durchquerte ich als Gesamtzweite die Ziellinie – mit meinen Kindern :-D

Bei der nachträglichen Analyse stellten wir fest, dass ich mich gegenüber 2016 um fast drei Minuten verbessert habe. Die Laufzeit davon war um 2:20 besser als im Vorjahr. Auch die höheren Wattzahlen am Rad stimmen mich positiv!

Ich revidiere so einige Aussagen, die ich unmittelbar nach dem Rennen von mir gegeben hab und freue mich auf mehr!

Meine Splitzeiten:

Schwimmen: 32:22
Rad: 2:39:54
Lauf 1:42:21

Ergebnislink

Platz 6. im PRO Ranking
02 Jul

IRONMAN AUSTRIA

Den Ironman Austria hab ich in April aufgrund meiner andauernden Viruserkrankung (Kehlkopfentzündung von Anfang Februar bis Mitte April) eigentlich von der Liste gestrichen. Als sich der Virus Anfang Mai endgültig vertschüsste merkte ich, dass das Training auf einmal viel leichter fiel.
Ich habe endlich wieder Intensitäten vertragen und merkte, dass ich gar nicht so mies drauf bin, wie erwartet. Eine Teilnahme am Ironman flackerte wieder auf. Nach längerem Hin und Her entschloss ich mich, doch an den Start zu gehen.
Sieben Wochen vor dem Start passte mein Trainer den Plan an.
Ich wollte einfach nicht wieder an der Strecke als Zuschauerin stehen. Dass es beinahe so weit gekommen wäre ist eine andere Geschichte…
Am 2.7. um 6:42 war es dann soweit. Der Startschuss fiel! Ich war motiviert, hatte große Freude, denn wider Erwarten hatte ich diesmal beim Schwimmen Füße vor mir, an die ich mich heften konnte. Ich konnte den Wasserschatten halten und stieg zusammen mit der späteren Zweitplatzierten an sechster Stelle aus dem Wasser. Wie geil ist das denn?

Voller Freude ging es auf die Radstrecke. Die Watt passten. Auf die Einsamkeit war ich auch vorbereitet. So kann es weitergehen. Ich führte nach Plan Energie zu: Gel, trinken, Riegel, … und dann kam das, was mir die nächsten 100 Kilometer zu schaffen machte: Magenkolik. Ich traute mich nicht mehr zu essen, auch trinken verursachte Krämpfe. Nur gut, dass es nicht heiß war! Labstelle für Labstelle passierte ich ohne Verpflegung aufzunehmen. Meine Flaschen waren ja voll… ich dachte ans Aufhören, doch als ich auf die zweite Runde ging pushte mich das Publikum derart, dass an ein Stehenleiben nicht zu denken war. Also kämpfte ich mich durch. Das Publikum an der Strecke war unglaublich!! Die Kolik beruhigte sich etwa 20 Kilometer vor der Wechselzone, doch ich war schon sehr energielos! Mein Plan war, das Rad in der Wechselzone abzustellen und aufzuhören, doch dann sah ich, dass ich an fünfter Position lag. Das kann ich doch nicht einfach aufgeben! Also stolperte ich aus der Wechselzone raus.
Ich konnte wieder essen, und ein gutes Tempo beim Laufen aufnehmen. Doch dann rächte sich wohl die mangelnde Verpflegung am Rad. Bei Kilometer 28 kam der Hammer. Ich hatte mit Schwindel zu kämpfen. Die nächste Strategie: Labstelle für Labstelle stehenbleiben, essen, trinken, dazwischen Gas geben. Das ging etwa bis Kilometer 33 gut und dann war es so gut wie vorbei. Ich weiß nicht mehr, wie oft und wie lange ich die letzten neun Kilometer gegangen bin. Es war viel… aber ich hab das Ding ins Ziel gebracht.

Ich sollte zufrieden sein – für die Umstände: der Virus im Frühjahr, die Krämpfe, die Gehpausen… es kann eben nicht immer gut gehen.
Was mich sehr an dem Rennen erfreut, dass ich alle mentalen Tricks anwenden konnte, die ich mit meiner Mentaltrainerin in den letzten Monaten ausgearbeitet habe. Obwohl das Rennen so hart war, bleibt Langdistanz einfach mein Favorit!

Abschließende Worte zur Veranstaltung: Ich war sehr erfreut, dass der Veranstalter auf die kalten Außentemperaturen reagierte. Aus meiner Sicht, war es ein sehr korrektes und faires Rennen (Streckenvermessung, Kampfrichterentscheidungen).

Und noch etwas: Liebes Team milliSPORTS! Ihr wart der Hammer! Ihr habt mir immer beim Vorbeilaufen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert! Das nennt man Teamspirit!

Meine Splitzeiten:
Schwimmen: 59:47
Rad: 5:18:22
Lauf: 3:30:44
Gesamt 9:55:33  6.Platz im PRO Ranking, 9. Gesamt

Ergebnisse:

Top 10 beim Ironman 70.3 in der Schweiz
11 Jun

IRONMAN 70.3 Switzerland

Nach Linztriathlon meldete ich mich in letzter Sekunde für eine weitere Halbdistanz, dem IM 70.3 in der Schweiz an. Das passte ganz gut in den Plan hinein. 

Zum zweiten Mal fuhren wir zu einem Bewerb ohne Begleitung unserer Kinder. 
Für mich war es irgendwie komisch, so viel Fokus auf ein Rennen zu legen, ohne jeglicher Ablenkung. 

Der Start erfolgte früh am Morgen, was gut war, denn es wurde richtig heiß.
Das Damenfeld klein, aber stark! Wie erwartet zogen die Damen um Daniela Ryf beim Schwimmen davon. Ich kämpfte von zweiter Minute an allein gegen mich selbst, konzentrierte mich auf lange Züge und freute mich aufs radfahren. 

Endlich am Rad! Die Watt passten! Zwei Damen, die hinter mir aus dem Wasser stiegen überholten mich in Lichtgeschwindigkeit. Vor mir gähnende Leere, hinter mir niemand. Es ähnelte einem Training in den frühen Morgenstunden und ich stellte mir die Frage, was ich hier mache... 
Zwei Runden à 44km, pro Runde zwei giftige Anstiege, technische Abfahrten, Flachstücke... es war irgendwie zu erwarten, dass ich die zweite Runde schneller fuhr. Erstens hatte ich mehr Ansporn, da schon auf der Strecke mehr los war, zweitens hab ich mir schon mehr bei den technischen Teilstücken getraut. Allerdings hatte ich mit Muskelkrämpfen zu tun. 

Auf die Laufstrecke ging ich dann wieder allein. Und wieder mutterseelenalleine unterwegs. Teilweise musste ich die Streckenposten fragen, wo es lang geht, da vor und hinter mir niemand in Sichtweite war. Beim Laufen ging es mir gut. Abgesehen von einer Klopause lief alles perfekt. Es gelang mir sogar einen Platz gut zu machen.

Ich finishte mein Rennen an achter Stelle im Profi-Damenfeld. Im Damenklassement erreichte ich eine Top 10 Platzierung. Auf die Frage, was ich hier mache: ich hätte auch hier meine Altersklasse gewonnen. Aber wenn ich als Agegrouperin unterwegs gewesen wäre, könnte ich mich hier gar nicht anmelden. So versöhnte ich mich mit meinen Gedanken nach der Frage von meinem Status.

Do what you love and do it for you!

Mit meiner Schwimmzeit und Laufzeit bin ich zufrieden. Radfahren ist heuer irgendwie schwach. Liegt wohl an fehlenden Kilometer in den Frühjahrsmonaten.

Schwimmen: 29:22
Rad: 02:39:44
Lauf: 1:34:33
Gesamt: 4:47:32

Ergebnislink

Was bisher geschah

Klosterneuburg, Linz, Tulln...

Irgendwie wird es an der Zeit, wiedermal mal meine Homepage zu aktualisieren.
Ich hatte oft Worte im Kopf, nur keine Zeit, sie „zu Papier“ zu bringen. Mein Job, Familie, Training und Arbeit rund ums Haus nehmen einfach viel Zeit in Anspruch, sodass für Berichte kaum Zeit über bleibt.

Wo fange ich an? Meinen letzten Bericht schrieb ich in Oktober. Danach folgte eine dreiwöchige Pause. Voller Energie startete ich zusammen mit meinem Trainer den Aufbau für die kommende Saison. Wir arbeiteten viel an meiner schwächsten Disziplin – dem Laufen.

Den langen, eisigen Winter verkraftete ich sehr gut – läuferisch ging einiges weiter…

Am 29.1. startete ich ohne jegliche Radkilometer in den Beinen beim Ironman 70.3 in Südafrika. Der Bewerb war ein Urlaubsbewerb. Nur für einen Urlaubsbewerb suchte ich mir nicht gerade ein einfaches Profil aus… Da unsere Südafrikareise hauptsächlich ein Urlaub vom Winter war, folgte eine Woche Relaxen, Ausflüge, Safari, Strand ….

Nach der Rückkehr (Anfang Februar) schnappte ich irgendwo einen fiesen Virus auf, der meinen Kehlkopf, in Folge die Bronchien und Lunge angriff. Ich war sechs Wochen total out off Order.
Bis ich mich von dem Virus zur Gänze erholt hab, hatten wir Ende April…
Meine Saisonplanung hab ich mehrmals durch den Wind geschossen. Irgendwann kam die Kraft zurück und ich beschloss früher als erwartet bei Bewerben zu starten:

14.5. Sprinttriathlon Klosterneuburg:
gelungene Premiere – sowohl für den Veranstalter als auch für mich. Obwohl ich mit einem großen Rückstand nach dem Schwimmen raus kam, konnte ich am Rad Plätze gut machen. Sprint ist allerdings nicht meines, denn mein Körper wird erst nach längerer, hoher Belastung so richtig warm und leistungsfähig. Bevor dies passierte, war der Wettkampf vorbei. Ich erreichte einen zufriedenstellenden zweiten Gesamtrang.

27.5. Linztriathon (Halbdistanz- Staatsmeisterschaft):
Spontan meldete ich mich für den Linztriathon zwei Wochen später an. Ich war mir nicht sicher, ob ich schon halbdistanztauglich bin. Kann ich 90 Kilometer Gas geben? Laufe ich 21 Kilometer gut durch? Ich war angespannt.
Der Start erfolgte zu Mittag – in einer ziemlichen Hitze. Anfangs war ich beim Schwimmen mit dem Massenstart und Massenschlägerei überfordert. Dann fand ich aber bald einen Gefallen daran, nicht wie gewohnt alleine zu schwimmen, sondern sich im Sog ziehen zu lassen.
Da ich die Radstrecke nicht vorher besichtigt habe, fuhr ich die erste Runde schonend. Es war eine schöne Strecke – herausfordernd! Ich arbeitete mich nach vorne und verringerte den Rückstand auf die führende Dame… Doch Simone und auch die hinter mir laufende Anna sind beim Laufen einfach eine Klasse für sich. Zufrieden mir meinen Leistungen erreichte ich als dritte Dame das Ziel.

Nach Linz folgte eine harte Trainingswoche deren Abschluss die Olympische Distanz beim Tulln Triathlon am 4.6. darstellte.
Die zweite Auflage bot eine neue, technisch anspruchsvolle Radstrecke mit einem knackigen Hügel. An diesen Tag war es heiß und stürmisch. Schwimmen verlief ganz gut – Radfahren auch. Bereits in der ersten Runde konnte ich die Führung übernehmen. Der Sturm legte zu. Ich war sehr erstaunt, wie gut ich mein Rad in Griff hatte :-) 
Da ich auch beim Laufen das Beste aus mir herausholen wollte, orientierte ich mich an den Männern. Es war ein super Lauf und wohl das beste Teilergebnis in diesem Rennen und ich durfte mich bei dieser schönen Veranstaltung überr einen Gesamtsieg erfreuen. 

Kurze Erholung und gleich geht’s weiter im Programm. Ironman 70.3. Switzerland am 11.6...
dieses Rennen verlangt einen eigenen Blogeintrag - ich werde mich bemühen, diesen demnächst zu schreiben :-) 

Challenge Peguera
Top 10 bei der Halbdistanz Challenge in Peguera
15 Oct

Challenge Peguera - Mallorca

Nachdem ich heuer nicht so richtig in Fahrt gekommen bin (Off Season bis Ende März, Trainingsbeginn im Mai), haben wir entschieden, noch einen späten Bewerb anzuvisieren.
Wo denn sonst sollte dieser sein, als auf unserer Lieblingsinsel Mallorca 
:-) - natürlich in Verbindung mit einem Familienurlaub!  

Zum ersten Mal verschlug es uns in den südlichen Teil der Insel – übrigens wunderschön dort! Malerische Buchten, grüne Wälder und überall roch es nach Pinien und südlichen Gewächsen.

Schon beim Einlaufen Tage vor dem Rennen, merkte ich: 'hier ist nichts flach'!
Die Radstrecke war selektiv und bestand aus zwei Runden, wobei die erste Hälfte hinauf ins Landesinnere führte und technisch recht anspruchsvoll war (Serpentinen auf einer engen Pendelstrecke). Die zweite Hälfte war vorwiegend flach und ich hoffte nur, dass der Wind am Renntag weniger bläst.

Am Renntag hat der Wind tatsächlich nachgelassen. Was geblieben ist, war der Wellengang im Meer. Hohe Wellen – ein Kindheitstraum. Beim Einschwimmen vergaß ich kurzfristig, dass ich mich eigentlich im Rennmodus befinden sollte…!
Das Meer war warm. Ich denke, der Veranstalter hat hier zugunsten der Sicherheit für Neoprenverwendung entschieden, denn schon nach wenigen Metern auf der Strecke überkam mich ein unangenehmes, beengendes Hitzegefühl! Anfangs fand ich Anschluss in der Verfolgergruppe und freute mich über das Tempo, welches ich mit Sicherheit halten konnte.
Es kam wieder mal anders. Durch die Wellen verlor ich ständig die Orientierung. Wenn man hinter der Gruppe Zick Zack schwimmt kann das nicht lange gut gehen und schon schwamm ich alleine – wieder mal... Die Orientierung wurde noch schwerer. Keine Bojen, kein Landausstieg war zu sehen. Nur Wellen - und hier und da Arme der verlorenen Gruppe. Ich habe es überlebt – mit Verschwimmen.

Am Rad gab ich von Anfang an Gas, denn in der Reglel „verschlafe“ ich die ersten 45km.
Hinauf konnte ich super Druck machen, bergab und in den Kurven hab ich gewonnene Zeit wieder verloren… das wurde allerdings dann in der zweiten Runde besser. Nach zwei gleichmäßigen Runden kam ich in der Wechselzone an. Endlich wieder meine gewohnten Wattwerte, wie ich sie vom Vorjahr kenne ;-)

Die Laufstrecke mit ca. 230 Höhenmetern bestand aus vier Runden. Jede Runde mit drei Wendepunkten – super zum Zuschauen und anfeuern.
Motivierend - aber auch irgendwie
 hart für den Kopf! Leider musste ich mein Tempo oft wegen Seitenstechen drosseln.

Das Damenfeld war sehr stark.
17 Profidamen, viele bekannte Namen, Siegerinnen von großen Rennen, aber auch weniger bekannte sehr schnelle Mädels aus dem ITU Feld, somit war an ein Top 5 Ergebnis nicht zu denken.
Ich freute mich sehr, dass ich es unter die Top 10 geschafft habe und somit zur Siegerehrung gehen durfte ;-)

Es war mein erster Bewerb der Challenge Family. Ich muss sagen, ich bin begeistert! Top organisiert, netter Rahmen, fair – keine Rolling Wurst ;-D  

Was ich nicht ganz verstehe, ist die Darstellung der Ergebnisse...
Ich habe mir meine Splitzeiten selber ausgerechnet und komme auf folgende Zwischenergebnisse:

Schwimmen 31.41
Rad: 2:40:09
Lauf 1:35:07

Das Resultat ist versöhnlich. 

Ich habe erst jetzt das Gefühl, angekommen zu sein - ja, alles vier Monate versetzt...


Nachdem die Ergebnisliste derart unverständlich dargestellt ist, habe ich mal gerechnet und kam auf etwa 3 Minuten Rückstand am Rad auf die Spitze. Das stimmt mich positiv. Erschütternd ist allerdings nach wie vor die Laufleistung. Aber bei ca 22% weniger Umfang (nur beim Laufen) darf das nicht wundern.

Motiviert schließe ich das Wettkampfjahr 2016 ab. Ich habe einiges geändert und manches geht im Gegensatz zu früher leichter! Was bleibt ist mein wunderbarer Beruf und die schönen aber auch fordernden Aufgaben einer Mama ;-)

Dennoch freue mich, auf die Herausforderungen im nächsten Jahr!

Danke für alle, die mich heuer begleitet und unterstützt haben!

Und hier ein paar Fotos

Ironman 70.3 Zell am See
Platz 5 in Zell am See - ein Kampf gegen den Schweinehund
28 Aug

Ironman 70.3 Zell am See

Dass ich beim Ironman 70.3 in Zell am See keine Topleistung abrufen kann, war mir schon bewusst, doch so manche Sachen haben dann wirklich überrascht!

Es war von Anfang an klar, es wird ein Hitzerennen. Vorhersage für den 28.08., einen spätsommerlichen Tag in Zell am See lautete: Sonnenschein und +30°C , Start um 11:00

Elf Profidamen fanden sich am Start, darunter viele große Namen!
Beim Schwimmen kam die erste Überraschung! Ich fand mich zusammen mit der IM Lanzarote Siegerin Tine Holst und der IM 70.3 Siegerin Alexandra Tondeur in der Verfolgergruppe. Total glücklich, nicht alleine zu schwimmen kam ich an achter Stelle aus dem Wasser.
Auch beim Wechsel passte jeder Handgriff! Die ersten beiden Sachen wären schon mal super geglückt. Geht ja besser als erwartet ;-)

Mit Topausrüstung und großem Ehrgeiz ging es auf die selektive Radstrecke. Hier kam etwa nach 15 Minuten die nächste Überraschung. Ich fiel total arg zurück und das noch vor dem Bergaufstück! „13km DNF is not an option“ – super Schild! Was ich vor zwei Jahren auf dem großen Kettenblatt hier rauf gefahren bin, packte ich heute nicht. Wo war der Schatten? Hat nicht jemand gesagt, in der Klamm sei es schattig? „11km, DNF ist not…“, und ich schaute sehnsüchtig zu dem kalten Bach in die Klamm. Mir was heiß, das triken in der Flasche pissewarm... Ziemlich erledigt kam ich zum letzten Stück: 2km bei 14% in der prallen Mittagssonne – wo ist der letzte Gang? Ah ja, keiner mehr da... Endlich die Tortur geschafft! Bergabfahren diesmal mit viel Respekt runter, dann endlich die Ebene - jetzt gebe ich Gas. Doch das? Ich war irgendwie völlig leer und erschöpft. Kein Druck aufs Pedal möglich. Ein Blick auf die Uhr: bumm! So schlecht bin ich hier noch nie gefahren -  nicht mal bei Nässe! Interessanterweise konnte ich auf den letzten 15 Kilometern zwei Plätze gut machen. Aber die Radzeit hat mich wirklich total niedergeschmettert.

Angefressen lief ich aus der Wechselzone. Leer und motivationslos. Die ersten drei Kilometer eine Katastrophe. Und da muss ich jetzt 2x raus nach Thumesbach? Die Hitze setzte zu. Ich suchte Hannes auf der Strecke, damit ich stehenbleiben und ihm sagen kann, dass dies mein erstes DNF sein sollte, fand ihn aber nicht. Die nächste Labstelle, Cola, Schwämme, kaltes Wasser und endlich Schatten! Ich fühlte mich von nun an besser. Und als ich erfuhr, dass einige Damen aufgehört haben, und die Fünftplatzierte (was ich lag tatsächlich an sechster Stelle??) nur 1,5 Minuten vor mir sei, kam der Biss auf den ich schon stundenlang wartete zurück. Ich fand meinen Rhythmus und lief so gut ich konnte.
Ja ich habe es geschafft! An fünfter Stelle erreichte ich tatsächlich das Ziel! 4:58:08 – eine furchtbare Zeit!
Auf der Suche nach verlorener Zeit am Rad… Vermutlich hab ich zu wenig zugeführt. Immerhin ist mir ein halber Riegel einfach weggeschmolzen. Cola am Rad auf der letzten Labe gab mir gegen Ende die Energie zurück… Ich grüble über das Ergebnis, füge einzelne Puzzlesteine zusammen und blicke nach vorn - der Grundstein für 2017 ist gelegt und 2016? Einmal geht’s noch!  ;-)

Meine Splitzeiten: 29:52 / 2:44:46 / 1:37:27 / 4:58:08


Ergebnisse:

 

der siebente Start beim Thermentriathlon Fürstenfeld - mit einem Tagessieg
21 Aug

Thermentriathlon Fürstenfeld - Gesamtsieg & Durchputzer

Nachdem ich beim Marfelder Triathlon wegen einer Rachenentzündung passen musste, war das Verlangen nach einem Bewerb vor Zell groß. Da ich bereits am Dienstag wieder mein Training aufnehmen konnte, entschied ich mich beim Thermentriathlon in Fürstenfeld an den Start zu gehen.  

Als wir am Samstag in Fürstenfeld beim herrlichen Badewetter unser neues Zelt aufschlugen, wollten wir der Wettervorhersage für Sonntag gar nicht glauben. Doch diese traf zu 100% zu: 100% Regen von 7:00-11:30.
Diesmal startete die Damenwelle zum Schluss – um 10:40.
Schon bei der ersten Boje setzte ich mich ab, überholte die letzten Herren aus der Vorwelle und zog kräftig, so gut ich konnte durch. Einsam gegen mich selbst. Ich dachte dabei an die Vorjahre: 2006 wo alle gemeinsam abgelassen wurden und es nur ein Gemetzel gab, an Jahre wo Neoprenerlaubnis war, weil das Wasser kalt war, an 2014 wo ich hier meine beste Schwimmleistung erbrachte und nur wenige Sekunden hinter Eva Wutti aus dem Wasser gestiegen bin und letztendlich dachte ich an einen 30-Minuten-Test, den man ja auch allein gegen sich schwimmt… Die reine Schwimmzeit mit 23:19 (ohne Lauf zur T1) war für die Umstände zufriedenstellend. Der Vorsprung etwa 2 Minuten.

In der Wechselzone zog ich ein Stirnband an, und wieder kämpfte ich mit dem Helmverschluss. Draußen am Rad war es einsam und nass. Sehr einsam und nass. Die Strecke gut markiert, ich kannte sie ohnehin schon von Vorjahren. Die Watt in der Ebene stimmten, die Kurven und die gefährliche Abfahrt bin ich sicher mit zu viel Vorsicht gefahren.
Irgendwie tat ich mir schwer in die Gänge zu kommen. War es der ungefährdete Vorsprung, die Einsamkeit, oder die innere Stimme die sagte „du musst nicht Vollgas geben, schone dich, du musst dich heute nicht ruinieren, nächste Woche ist Zell…“?
Auf dem Rückweg hörte es auf zu regnen.
Ich konnte meinen Vorsprung nach dem Rad ausbauen. Ein lockerer, abschließender Lauf würde für einen Sieg ausreichen… die Motivation hier für mich selbst Gas zu geben und an die Grenze zu gehen hielt sich definitiv in Grenzen. Ich versuchte es, weil ich wissen wollte, wie schnell ich heute laufen kann. Falsche Schuhe, wieder machten die Waden zu… Überraschenderweise lief ich meine zweitbeste Zeit auf dieser Strecke - nur knapp 50 Sekunden langsamer als 2012 – damals war die Wiese trocken im Gegensatz zum heurigen Jahr, wo gut 3-Kilometer im Gatsch am rutschigen Untergrund zu passieren waren.  

Durchputzer ist gelungen. Ob ich mich auf Zell schon freue…? Weiß nicht. Schwimmerisch passt es nicht, Oberschenkel Rückseite ist beleidigt und Schnupfen ist noch immer etwas da. Ich werde mein Bestes geben, aber der Höhepunkt wird es definitiv nicht werden.

Meine Splitzeiten: 24:00 / 1:12:05 / 0:41:01 / 2:18:39

warum die Revanche mit dem WEM eigentlich nur gut gehen konnte…
30 Jul

WEM - Waldviertler Eisenmann 2016 - nach 8 Jahren wieder dabei

Es war 2008 als ich hier das erste Mal am Start stand und meine zweite Halbdistanz absolvierte. Damals bei optimalen Wetterbedingungen, allerdings mit völlig falschen Erwartungen, Einstellung und ganz anderer Selbsteinschätzung. Das damalige Resultat 5:13 und gute 4,5 Stunden leiden pur.
Es dauerte Jahre bis ich mir eine Halbdistanz wie den WEM zutraute.


Heuer, nach 8 Jahren ein anderer Blickwinkel: die Radstrecke durch eine wunderschöne Landschaft durch Felder, Wälder, entlang unzähligen Teichen, wellig, kurvig, anspruchsvoll, aber doch mit Teilstücken, auf denen man Speed machen kann.

Heuer ging ich mit einer völlig anderen Einstellung in den Bewerb. Da wir schon eine Woche vorher in Waldviertel angereist waren und ich mich wortwörtlich in die Landschaft dieses obersten Eckerls Österreichs verliebte, freute ich mich auf den Rad- und Laufpart. Unsicherheit gab es beim Schwimmen mit Neopren bei hochsommerlichen Badetemperaturen und warmen Wasser.

Irgendwie war es dann auch so. Bei den ersten Metern noch in der Gruppe mit Simone Fürnkranz und Jacqueline Kallina im „Soll“. Dann auf einmal wollte der Kopf nicht mehr, mir fehlte es an Spritzigkeit, an Motivation, es war mir zu heiß und in dem Moment war es mir auch Wurscht, dass ich die Gruppe verlor.  So führte ich wieder mal die Verfolgergruppe an – in oberer Grundlage – mehr ging nicht (?!) – und stieg als Fünfte aus dem Wasser. Die Rampe zur Aufstiegslinie nach der T1 musste ich gehen. Ich war irgendwie völlig erledigt und verlor an Plätzen.
Auf der ersten Radrunde knallte die Sonne her. Und als Michi Rudolf an mir vorbeigeschossen war, fragte ich mich ernsthaft, was ich hier tue. Jedoch bald ging der Schwindel vorbei und ich begann Plätze gut zu machen. Ich erreichte mein „Soll“ und konnte richtig Druck machen. Hannes rief mir Abstände zu. Er weiß, welche Worte ich brauche… danke! Motiviert arbeitete ich mich in der zweiten Runde an die vierte Position. Auf einmal stand ich nahezu vor dem DNF. Schaltfehler, Schlagloch… die Kette fiel nach innen, verkeilte sich zwischen Rahmen und Kettenblatt und war nicht rauszubekommen! Nach gut 1,5 Minuten Zeitverlust, Erleichterung und Wut im Bauch ging ich erneut auf die Jagd nach verlorenen Plätzen. Und jetzt noch mehr Watt auf der vereinsamten Strecke. Zum Teil gelang es mir die Aufholerei - an vierter Position ging ich auf die Laufstrecke. Ich lief mit einer Zurückhaltung über den schwierigen Kurs (22km, ca. 195 Hm) über Waldboden, Wiese und Schotter. Trotz Hitze genoss die Abwechslung zwischen bergauf, bergab und schattigen Streckenabschnitten im Wald. Als ich sah, dass mein insgeheimer Wunsch unter 5 Stunden zu finishen ausgehen kann, sprintete ich nahezu das fünfte Mal in die Stadt hinauf.

Ich erreichte überglücklich als vierte Dame in einem starken Gesamtfeld nach 4:59:39 die Ziellinie. Mehr wollte ich nicht!
Die Richtung passt und die Saison ist noch nicht zu Ende ;)

Nächstes Jahr kommen wir wieder zum WEM ins wunderschöne Waldviertel – da werden wohl mehrere von unserer Familie am Start stehen ;-D

Meine Splitzeiten:
34:31 / 2:38:30 / 1:44:42 / 4:59:39 - 4. Gesamt, 2. AK

 

auf die Frage, ob ich zufrieden sei....
17 Jul

Halbdistanz Trumer Triathlon

Großes Aha- Ergebnis war in Obertrum nicht zu erwarten. Ich hab nur gehofft, die niedrigere Intensität gegenüber der Olympischen Distanz eine Woche vorher würde sich besser anfühlen.

Ich freute mich über die Wettervorhersage. Im Gegensatz zu den Vorjahren sollte es diesmal bewölkt und kühl sein. Der Blick dann am Wettkampfmorgen aus dem Hotelzimmer ernüchternd! Salzburger Schnürregen… „fahrma heim?“ wir sind dann doch nicht heim gefahren…

Um 9:06 ging es für uns Damen in einer eigenen Startwelle los. Ich fand mich gleich in einer Gruppe zusammen mit Simone und Lisa-Maria. Was dann nach der zweiten Wendeboje passierte kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wir haben begonnen, die Männer vor uns zu überholen und vor lauter Orientierung hab ich die beiden verloren. Dann brachte meine Arme kaum noch aus dem Wasser und fühlte mich im Neo eingeengt. Eh klar, viel zu wenig mit dem Ding trainiert. Lange Züge, lange Züge. Nicht verkrampfen, Qual! Locker bleiben, locker bleiben… vielleicht zu locker. Endlich war das Schwimmen vorbei. Der Rückstand auf die beiden: 2 Minuten :-o !
In der Wechselzone zog ich mir die Ärmlinge und ein Gilet an. Es regnete. Die Lufttemperatur lag noch immer bei etwa 12°C.
Die erste Radrunde ging ich recht vorsichtig an. Im Gegensatz zu den Vorjahren hab ich heuer kaum eine Regenausfahrt absolviert. Ob ich noch ein Gefühl bei Nässe hab? Spätestens ab der zweiten Runde war das Gefühl und das Vertrauen wieder da. Ein Blick auf die Uhr erneut ernüchternd. Fuhr ich doch 10 Minuten langsamer als im Vorjahr!
Ich freute mich auf das laufen. Laufen stand in den letzten Wochen im Vordergrund und entwickelte sich schon ganz gut. Doch was war das? Meine Achillessehnen machten beide zu! Das kannte ich nicht. Dann rebellierte mein Bauch. Klo oder kein Klo? Der linke Fuß wurde taub. Nicht von der Kälte, die Füße waren nach fünf Kilometer aufgetaut. Steckt da was in meinem Schuh? Ich blieb stehen und kontrollierte die Einlage, machte die Schnürsenkel noch lockerer, warum schmerzen meine Waden so sehr? Ein echt harter Halbmarathon – der erste heuer!
Endlich das Ziel! Nach 4:51:14. Gesamt wurde es wieder ein vierter Platz.
Auf die Frage, ob ich zufrieden sei muss ich ganz klar sagen: ich muss es sein, bin es aber nicht. Das Schwimmen verlief nicht nach meinen Vorstellungen, die 10 Minuten am Rad lassen sich durch die Nässe erklären, und Lauf? Den Lauf hab ich auch schon mal schneller absolviert. Schneller und angenehmer.


Meine Splitzeiten: 0:30:14 / 2:43:18 / 1:32:21 / 4:51:14

Ergebnisse

Die erste Trainingsradeinheit verlief sehr gut. Vielleicht war Obertum der richtige Bewerb zum Aufwachen… we will see… ;-)  

Mostiman: Status Quo
10 Jul

Mostiman: Olympischer Triathlon

Zum ersten Mal startete ich heuer beim Mostiman über die Olympische Distanz. Es war meine erste Olympische Distanz heuer.

Das Damenfeld: top besetzt, so war für mich ganz klar, dass eine bessere Platzierung als die 4 nicht drin sein wird.
Platzierung stand jedoch gar nicht im Vordergrund, vielmehr wollte ich wissen, wie ich in den einzelnen Disziplinen unter Wettkampfbedingungen zurechtkomme. Immerhin hab ich in den letzten Wochen ein gutes Gefühl beim Schwimmen entwickelt. Außerdem wollte ich wissen, wie es sich mit der (noch vom Sturz gebliebenen) Angst beim bergabfahren am Rad verhält, wie ist es mit den Wattwerten und der neuen Zeitfahrmaschine und wie schaut es mit der Laufform aus...?

Eine kleine, feine Topveranstaltung mit allem was sich ein Athlet nur wünschen kann: supergroße Expo, Neoprenverbot bei Hitze, eigener Damenstart und zwar 20 Minuten vor dem Herrenfeld - somit ein faires Rennen, drei Runden Pendelstrecke beim Laufen, sodass man sechsmal bei großer Hitze die Labstelle passiert und ein großzügiges Finisherbuffet... Gratulation an Bernhard Keller und sein Team!

Und nun zum Rennverlauf:
Ich war echt überrascht, wie gut das Schwimmen ging. Lisa ist uns klarerweise davongeschwommen. Zusammen mit ein paar weiteren Athletinnen (mitunter auch Simone Fürnkranz) bildete ich die Verfolgergruppe. Einig waren wir uns nicht - wir sind alles nebeneinander geschwommen...
Am Rad erhoffte ich mir eine bessere Form. Es ging nicht. Ich konnte nicht mehr Druck machen, die Wattzahlen eher ernüchternd, wobei ich erst viel zu spät bei der Uhr umgedrückt hab. Ich konnte nicht schneller… erfreulicherweise fuhr ich gut bergab ;-D
Wenige Sekunden hinter Vicky Schenk und Simone Fürnkranz lief ich an vierter Position auf die Laufstrecke. Ich versuchte mich auf einen guten Schritt und Abdruck zu konzentrieren. Flug war es keiner, aber die Zeit auf den selektiven, sehr genauen 10km für meine derzeitigen Verhältnisse sehr ok. Und wie die letzten neun Wettkampfjahre waren es die üblichen zwei Minuten Rückstand auf Simone daher würde ich sagen, ich bin dort, wo ich mal war - nicht schlechter und nicht besser. Allerdings auch nicht dort, wo ich sein wollte - so ehrlich muss ich schon sein.
Ich arbeite mich weiter mit großer Freude voran ;-)

Wie es mir dann auf der Halbdistanz geht erfahre ich kommenden Sonntag beim legendären Trumer Triathlon!

Meine Splitzeiten:
Schwimmen: 25:24
Rad: 1:05:26
Lauf: 41:52

Gesamt: 2:14:10

Kamila Polak Airstreeem, Cocoon
Sieg und Streckenrekord beim Sprinttriathlon in Reyersdorf
19 Jun

ich melde mich zurück - wenn auch sehr kurz

sehr kurz deswegen, weil ich auf der Sprintdistanz überhaupt nicht beheimatet bin.

Der 1/8man in Schönkirchen-Reyersdorf bot sich in seinem anderen Format als perfekter Einstieg nach einer (mentalen) Härteprobe an. Nämlich wegen seinem 15-Sekunden-Einzelstart. Quasi ein Rennen für sich selbst, ohne zu wissen wo man ist und am Ende abwarten, was dabei rauskommt. Mir war ziemlich egal, was rauskommt, ich wollte einfach nur endlich mal ein Rennen finishen.
Alle kennen die mühselige Geschichte von den langweiligen und langandauernden Nebenhöhlenentzündungen in den Winter- und Frühjahrsmonaten und nachdem ich in Stubenberg wegen Reifenplatzer zu Sturz kam, konnte ich weder beim Tullntriathlon noch in Neufeld an den Start gehen. Abgesehen davon war ich mir meiner Form total unsicher. Erst in den letzten zwei Wochen tastete ich mich endlich (nach sieben mühseligen Wochen) halbwegs an meine gewohnten Zahlen und Zeiten heran.

Beim Warten auf meinen Start konnte ich die ersten Athleten bei ihrem Rennen anfeuern.
Ich konnte meinen Start kaum noch abwarten und war aufgeregt - wie ein Rookie: wie fühlt sich ein Rennen an, eine Sprintdistanz, kann ich alles so umsetzen wie ich es mir vorgestellt habe, welche Abläufe sind noch automatisiert, kann ich an die Grenzen gehen, und wo ist die Grenze?

Schwimmen war sehr fein. Ich bin eigentlich genauso schnell geschwommen wie letztes Jahr (in der Staffel). Das freut mich sehr! Der Wechsel etwas verpatzt aber ok.
Vor dem Radpart war ich definitiv am angespanntesten. Mrs. Airqueeen ist anders. Neu für mich ist das fahren mit Hochprofilfelgen (vor allem vorne) bei Wind, und dann der andere Einschlagradius an den Wendepunkten. Nachdem sie mich in Stubenberg abgeworfen hat war das Vertrauen in eine Maschine noch etwas angekratzt.
Kaum in den Radschuhen drin, waren wir vereint. Ich fand sofort eine Position in der ich super Druck ausüben konnte. Fraglich war die Zeit, in der ich die erste Wende erreicht hab – knappe 17 Minuten? Die 10 Minuten zurück erklärten die Windstärke. Die Durchschnittswatt stimmen mich positiv! Ich bin wieder da ;-) jetzt müssen wir es noch auf die Länge bringen.
Die Devise beim Laufen lautete, Vollgas weg und dann halten. So ganz ging es nicht, da ich auf den ersten zwei Kilometern mit Seitenstechen zu kämpfen hatte. Zu meiner Überraschung blieb ich konstant unter 4:00 pro Kilometer. Und nachdem auch die letzte schnelle Dame (Jacqueline Kallina) im Ziel angekommen war, stellte sich heraus, dass ich das Rennen mit einem neuen Streckenrekord gewonnen hab.

500m Schwimmen  7:42
20km Rad  30:58,5
5km Lauf  19:43,6
Gesamt:  1:01:57

Ergebnislink

Ich bin froh, dass der Einstieg endlich geklappt hat und habe mich auch schon für weitere regionale Rennen angemeldet. Eine Großveranstaltung muss noch warten ;) - langsam ernährt sich das Eichhörnchen und ich möchte mir die Zeit geben.

Das nächste Ziel ist nicht ein Rennen. Ironman Austria schaue ich mir heuer wieder aus den Zuschauerrängen an. Ich freue mich drauf, meine Athleten persönlich bei ihren Highlights betreuen zu dürfen.

Hannes und ich haben beschlossen, mit unseren Rädern nach Klagenfurt zum Ironman zu fahren. Natürlich an einem Tag – was sonst? Auf diese Herausforderung freue ich mich schon sehr. Bin noch nie mehr als 180km am Rad gesessen :-)

Nicht immer rennt alles wie im Bilderbuch ab, auch wenn die Voraussetungen für Erfolg gegeben wären...
11 Apr

Über Bilderbücher, Kursänderungen und Unbekannte

Lange war es still um mich. Wer auf facebook meine Einträge verfolgt, hat sich wohl schon selbst ein Bild gemacht.

Nachdem mir meine Prinzessin seit 2009 treu gedient hat und im Leben einer Zeitfahrmaschine einfach eine Oma wurde, freute ich mich riesig über eine Zusage vom Salzburger Fahrradhersteller Airstreeem.
Dieses Jahr darf ich das Super TT fahren.
Ich dachte nicht, dass es bezüglilch Material tatsächlich so viel Unterschied gibt. Trotz Hochprofilfelgen hatte ich bei den ersten Ausfahrten wenig Prolbeme mit Windböen. Die automatische Schaltung am Lenker und am Aufsatz erleichtert die Schaltvorgänge. So kann ich in jeder Stiuation den optimalen Gang wählen ohne den Lenker aus der Hand zu lassen. Die Perfekte Einstellung durch Rupi Probst gewährleistete, dass ich nach wenigen Kilometern schon super Druck am Rad ausüben konnte. Die Vorfreude auf Mehr wächst!

"Made in Austria" gilt auch für mein Outfit. Ich freue mich, dass ich weiterhin auf Cocoon Sports zählen darf. Das Material, der Schnitt und die Verarbeitung sind einfach super angenehm und erfüllen die von mir erwartete Funktion.

Auch Beaster, versorgt mich heuer mit seinen natürlichen Produkten. Das Beaster Move zählt zu den besten und hochwertigsten Kohlehydratgertänken am Markt! Aber auch das Liquid und Protact sind meine Favoriten!

Nun ein Schritt ins Ausland, nämlich in mein Lieblingstrainingsgebiet nach Mallorca. Danke an Ferrer Hotels für die Top Unterstützung bei meinen Trainingslagern! Auch heuer reisten wir mit unseren SportlerInnen an und führten ein Trainingslager durch. Das hoteleigene 25m- beheizte Freiluftbecken, sportlergerechtes Buffet, SPA und Rund-Um-Aktionen für Kinder sind DAS optimale Trainingshotel für uns!
Dank Ferrer Hotels werde ich heuer keine Ausrede mehr beim schwimmen mit Neoprenerlaubnis haben. Ich werde mit einem G-Range von Sailfish starten.

Ich setzte heuer noch mehr Schwerpunkt auf Ernährung und fühle mich diesbezüglich sehr wohl in den Händen von Sandra Leisner- Lichtenecker.
Und weil mentales Training oder auch nur Ruhefinden, oder Umgang mit Kursänderungen in meinem Umfeld sehr wichtig sind, lasse ich mir von Mentalcoach Wolfgang Seidl helfen.

An Material und an den Voraussetzungen soll es nicht scheitern. Ich bedanke mich nun im Vorhinein bei meinen Sponsoren und Partnern für die Unterstützung, für die Treue und das Vertauen in mich!

Und nun geht es weiter im Bilderbuch - doch ichh schlage ein anderes Kapitel auf.

Nach der 9:09 auf der Langdistanz in Podersdorf war ich top motiviert.
Zusammen mit Hannes arbeiteten wir einen Wettkampfplan und Meilensteine für das kommende Jahr 2017 aus. Es war aufregend und voller Vorfreude konnte ich das Ende der Off Season kaum abwarten!
Ich wurde zum Abwarten gezwungen, da ich zu Herbstbeginn gleich mal einen hartnäckigen Schnupfen auffasste. Die Diagnose meiner HNO Ärztin war schon nach dem letzten Winter "chronische Sinusitis". Der erste Streich, akzeptabel. Der zweite dann zu Weihnachten/Silvester, der dritte zum ersten Trainingslager im Februar und der vierte nun während dem Trainingslager auf Mallorca.
Plan A wurde gestrichen. Plan B ebenfalls. Plan C ist im Laufen. Ich suche weiterhin nach der noch unbekannten Ursache und werde sie finden. Aus dem Grund wird sich mein Saisonstart allerdings nach hinten verschieben.

Die Umstände etwas durchwachsen - Motivation dennoch groß! Ich komme wieder ;-D

Unser Gesamtsystem
Über mein heuriges Training, meine Ergebnisse und was das Gesamtsystem angeht...

Rückblick und Highlights aus 2015

Angefangen hat das Trainingsjahr 2015 ja nicht so rosig. Von einem Dauerhalskratzen über Rippenprellung bis hin zur chronischen Nebenhöhlenentzündung bzw. einer Lungenentzündung beim Trainingslager… der Trainingsrückstand machte sich vor allem beim Laufen bemerkbar und zog sich lange wie ein roter Faden durch die Saison.

So gesehen waren einige Bewerbe am Anfang der Saison dementsprechend ernüchternd.

Das erste große Ziel war der Ironman Austria. Ein nahezu perfektes Rennen mit einem überraschendem Ergebnis: 9:28:28 und einem siebenten Platz gesamt.

Drei Wochen später, bzw. früher als erwartet, war ich wieder im Renngeschehen:  Beim Trumer Triathlon, wo ich eine Top- Radperformance ablieferte, mir jedoch ein taktischer Fehler viel Zeit und wertvolle Plätze kostete,  holte ich mir dennoch den Vizestaatsmeistertitel.

Ein hartes, dennoch gelungenes Rennen mit viel Risiko erfolgte dann beim Ironman 70.3 in Budapest wo ich den 6. Gesamtrang erkämpfte. Endlich lieferte ich auch auf der Halbdistanz eine gute Laufleistung ab.

Zwei Wochen später ein relativ kurzfristig eingeschobenes Zwischenziel: Österreichische Staatsmeisterschaften auf der Langdistanz in Podersdorf. Wieder kein perfektes Rennen… Zeitverlust aufgrund einer Umleitung, Zeitgutschrift, Führung trotz Rückstand, keine Ahnung… ich musste sehr hart arbeiten und erfüllte mir schließlich total überglücklich ein langfristig angesetztes Ziel: mit einer Zeit von 9:09:47 holte ich mir den Staatsmeistertitel!

Ein Experiment drei Wochen nach Podersdorf stellte die dritte Langdistanz 2015, der Ironman auf Mallorca dar. Es lief eigentlich sehr gut und kontrolliert ab, bis auf das Laufen (uff) ich brachte das Ding nach 9:45 zu Ende und platzierte mich wieder an sechster Stelle im Pro-Ranking.

Zusammenfassend startete ich bei

3 Olympischen Distanzen
4 Halbdistanzen und
3 Langdistanzen

Ob ich ein perfektes Rennen hatte? Ich würde meinen, ausschließlich bei der Olympischen Distanz in Marchfeld lief alles wie im Bilderbuch… bei allen anderen Rennen gab es Höhen und Tiefen und das gehört dazu. Ich habe jeden Tiefpunkt überwunden und zweifelte niemals an dem, was ich tat (auch wenn ich bei manchen Rennen den Tränen nahe war).

Fazit ist, das ich heuer durch diese Höhen und Tiefen sehr viel über mich gelernt und erfahren habe.
Niemand kennt dieses System besser als mein Mann/Trainer Hannes und ich - sei es jetzt die muskuläre Komponente, der Stoffwechsel, oder einfach auch unser Familiensystem und die damit verbundenen Zeitressourcen bzw. der Erschöpfungsgrad. 

So manche Athleten und Trainer staunen, dass ich einen Durchschnitt von 13 Trainingsstunden in der Woche aufweise…  genau gesagt sind es heuer 13:03 Stunden im Schnitt, Potential nach oben ist also ausreichend gegeben.
Nur:
Ich habe zwei kleine Kinder die unter meinem Training nicht leiden dürfen (das ist meine Devise)!
Einen Job (den ich mir durchaus einteilen und mit dem Training verbinden kann), einen Haushalt der gemacht gehört. Ich habe auch einen Garten, den ich gerne pflege…
und das Wichtigste was ich habe: einen wundervollen Mann, der mich sehr viel unterstützt- ohne ihn ginge das alles gar nicht!
Abgesehen vom Haushalt gehören diese Sachen zu den Dingen, die mein Leben ausmachen und die mich glücklich machen! Ohne dem Sport wäre ich nicht ich, ohne meiner Familie wäre ich unvollkommen und leer…
Platz nach oben ist genug…

und wenn meine Lea 8x 500m neben mir am Fahrrad mitdüst, ist es das schönste Training auf der Erde!

                   In diesem Sinne kann ich nur sagen:  DO WHAT YOU LOVE

Und weil so manche von euch auf meine alljährlichen Zahlen warten – hier meine Umfänge der heurigen 47 Wochen:

Schwimmen 350 Kilometer
Radfahren 8800 Kilometer
Laufen 2100 Kilometer

Wer mehr wissen möchte, kann mich gerne ausfragen ;-)

Kamila Polak Ironman Mallorca
Mission completed: nach den Staatsmeisterschaften in Podersdorf erfolgreich beim Ironman Mallorca
26 Sep

Zwei Langdistanzen innerhalb von drei Wochen - IRONMAN Mallorca

Der Ironman Mallorca stand eigentlich seit einem Jahr am Plan.

Drei Wochen vorher haben wir jedoch die Langdistanz in Podersdorf eingeschoben. Je nach dem wie die Regeneration verläuft, werde ich es versuchen: zwei Langdistanzen im Abstand von drei Wochen.

Nach Podersdorf trainierte ich hauptsächlich nach Gefühl und versuchte neben den alltäglichen Aufgaben (Kinder, Arbeit und Haushalt) so viel wie möglich zu entspannen und meine Muskulatur mit entsprechenden Regenerationsmaßnahmen zu lockern. In diesem Sinne danke an Eric, ich konnte mit Compex sehr schnell regenerieren. Dank Beaster blieb ich gesund und mein Immunsystem blieb trotz all der Gesamtbelastungen und Verkühlungswelle stark und unangetastet!  

Ich merkte relativ bald, dass mein Vorhaben beim Schwimmen und am Rad nicht scheitern sollte. Und so war es auch.

Am Samstag beim Ironman Mallorca kam ich nach einer Stunde (Neoprenverbot für Profis) sehr gut an fünfter Position aus dem Wasser. Ich freute mich auf ein Rennen aus der Routine und ließ mich diesmal nicht von überholenden Herren verleiten. Ich fuhr mein Tempo, meine angestrebte Wattvorgabe und es ging mir sehr gut dabei. Ich wollte einen Einbruch wie in vorherigen Rennen vermeiden und das gelang mir auch. Vor allem im letzten Drittel konnte ich einige Plätze gut machen. Mit einem Radsplit von 5:13 erreichte ich als vierte Dame die Wechselzone. Knapp vor mir die dritte Dame, dicht hinter mir die fünft Platzierte. Ich war fit und hoffte auch auf einen starken Marathon, doch hier kam nicht die gewohnte Routine ins Spiel. Als ich weglief fühlte es sich wesentlich härter an als in Klagenfurt oder in Podersdorf… ab Kilometer vier musste ich nur noch kämpfen! Ich änderte sofort mein Vorhaben: nur noch finishen. Der Einbruch, den ich so in etwa ab Kilometer 27 kenne war bereits bei Kilometer fünf da … diesmal hatte ich allerdings noch 37 Kilometer vor mir! Es war ein Auf und Ab. Runde für Runde, Labe für Labe hier und da Gehpausen und auch ein Dixiklobesuch, bei Kilometer 30 kamen auch schon die Tränen – es war einfach schon so lange so hart… Wäre Hannes nicht an der Strecke gestanden, hätte ich wohl den Hut draufgehau’n. Weiters war ein DNF als Saisonabschluss auch keine schöne Option. Also lief ich hier meinen zweit-längsten Marathon und freute mich, dass dieser trotz all den Pausen bei 3:25 ausfiel.

Nach 9:45:52 erreichte ich endlich die Finishline! Trotz Neoprenverbot und längerem Schwimmen, bzw. einem schlechten Marathon war ich nur eine Minute langsamer als im Vorjahr. Worauf ich neben meiner Radlesitung (8 Minuten schneller als 2014) stolz bin, dass ich es zu Ende gebracht und nicht aufgegeben hab!


Ergebnislink

Kamila Polak wird Österreichische Staatsmeisterin auf der Langdistanz
Bei der Langdistanz in Podersdorf erkämpft sich Kamila nach einer Gesamtzeit von 9:09:47 den Staatsmeistertitel! Nur eine Minute fehlte auf den Gesamtsieg!
05 Sep

9:09:47 - Staatsmeistertitel auf der Langdistanz erkämpft

Ich glaube, es ist besser, Rennberichte zwei Tage später zu schreiben. Dann sind sie irgendwie emotionaler... ;) somit hier, zwei Tage später überarbeitet:

Relativ kurzfristig entschied ich mich, bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften auf der Langdistanz in Podersdorf anzutreten. Mein Ziel war, hier den Staatsmeistertitel zu holen.

Das Schwimmen gelang sehr gut, wenn auch mit anfänglichen Schwierigkeiten. Ich musste mich zuerst aus der für mich ungewohnten Masse aus Ellbögen, Füßen, Händen... nach dem Start befreiten um auf die Gruppe von Georg Swoboda aufzuschließen. Leider ist der letzte Schwimmer von dieser Gruppe abgerissen, somit bildeten wir dann die Verfolgergruppe.

Mit knapp vier Minuten Vorsprung stieg ich als führende Dame aus dem Wasser. Voller Vorfreude ging ich auf die Radstrecke.

Wir sind diese im Training mehrmals abgefahren doch da war jetzt was anders! Wir wurden auf die „alte Strecke“ hingeleitet. Nachdem ich sah, dass vor und hinter mir Starter der Langdistanz fuhren, fuhr ich auch weiter. Beim Wendepunkt wurde mir klar, das ist nicht die Langdistanz- Strecke! Es kamen auch keine Langdistanzstarter mehr nach… Ich war verzweifelt, das Rennen war irgendwo im Kopf schon gelaufen. Später stellte sich heraus, dass die Strecke kurzfristig polizeilich gesperrt wurde - weshalb wir umgeleitet wurden.

Ein Blick auf die Uhr zeigte einen großen Zeitverlust. Ich haute in die Pedale, weil ich den Rückstand so schnell wie möglich aufarbeiten wollte. Als mir Hannes zurief, Michi sei acht Minuten vor mir und ich wäre an vierter Stelle gab es mir einen gewaltigen Dämpfer. Ich dachte ans Aufhören, um dann in drei Wochen beim Ironman Mallorca ein gutes Rennen abzuliefern.

Dann kam vom ÖTRV die Entscheidung einer Zeitgutschrift, woraus ich neue Motivation schöpfte, ich gab wieder Gas um mich nach vorne zu arbeiten. Diese Aufholjagden kosteten viel Substanz. Nach der vierten Runde waren die Beine leer, die Einsamkeit und der Gegenwind machten alles nicht einfacher. Ich war total fertig. 186 (?) Kilometer permanent drücken ist doch eine ganz andere Belastung!

Hannes rief mir zu. Ich verlor bei den letzten beiden Runden auf Michi nicht mehr.

Mit einem bekannten Rückstand und einer unbekannten Zeitgutschrift ging ich auf die Laufstrecke. Ich wußte, ich kan schneller laufen, doch nicht wieviel? Wieviel Zeitgutschrift bekomme ich? Halten meine Beine durch? Das Radfahren hat mich doch sehr zerstört...

Wider Erwarten kam ich sehr gut ins Laufen. Man rechnete mir eine Zeitgutschrift von 7:22 an, die mir die beiden Sprecher nach der zweiten Runde zuriefen. Hannes rechnete und rechnete, Runde für Runde...  Das Publikum peitschte mich durch die Runden. Ich holte auf und „überholte“ Michi – wenn auch nicht physisch.

Nach 9:09:47 überquerte ich endlich die Ziellinie! Ich habe es geschafft, mir den ersehnten Staatsmeistertitel zu holen!

Noch nie zuvor bestritt ich ein derart hartes Rennen, welches von großen (mentalen) Höhen und Tiefen geprägt war. Danke Hannes, dass du an mich geglaubt hast! Wir haben es an diesem Tag gemeinsam geschafft!

Gerne hätte ich den Staatsmeitertitel mit Michi und auch den möglichen Gesamtsieg Schulter an Schulter ausgetragen.

Als ich nun zwei Tage später die Garmindatei auswertete, errechnete ich einen Zeitverlust mit mehr als acht Minuten... da wär was drin gewesen ;) aber ja, was wäre wenn... ?  

 

Meine Splitzeiten:
Schwimmen: 56:24
Rad: 5:04:16 (-7:22) also 4:56:54
Lauf: 3:12:45

Ergebnisse

* die Gutschrift von 7:22 wurde bei der Zeitnehmung auf die Laufzeit vergeben! Ich lief keine 3:05 ;-D

Wer nicht riskiert, der nichts gewinnt. In dem Fall gewann ich den sechsten Gesamtrang in einem starken Damenfeld und jede Menge Erfahrung über die eigenen Grenzen...
22 Aug

Ironman 70.3 Budapest - warum ich dieses Rennen als "kopflos durch die Wand" bezeichne...

Der Olympische Triathlon am Vorwochenende stimmte mich sehr positiv was mein zweites Antreten beim Ironman 70.3 in Budapest anging! Ich wusste, am Rad bin ich stärker als letztes Jahr, beim Laufen wünschte ich mir die gleiche Zeit wie 2014 und schwimmen? Schwimmen war kein Vergleich, da es für uns Profis Neoprenverbot gab.

Und gerade die Disziplin, die ich „nur hinter mich bringen“ wollte verlief am Besten! Das schwimmen: ich fand mich in einem 4er Packerl in der Verfolgergruppe zusammen mit der späteren Siegerin wieder. Es machte Spaß – seit langem wieder mal musste ich nicht japsen und gegen Panik ankämpfen… Ich konnte wieder mal gezielt und druckvoll an den Füßen meiner Vorderfrau schwimmen ohne nach 900m abrzureißen. Der Einstieg ist mal gelungen!

Am Rad war ich schon auf Einsamkeit eingestellt. Kurz hab ich mal versucht mit Eimear Mullan mitzuhalten, doch das würde definitiv nicht gut gehen! War der Wattdurchschnittswert schon nach 15 Kilometern so hoch wie noch nie! Die Einsamkeit dauerte lange, sehr lange, etwa zweieinhalb Stunden… Aber ich hatte Spaß - obwohl mir schon nach den ersten 45 Kilometern klar war, dass ich ein stures Rennen fuhr. Gas, Gas, Gas! Ich ließ nicht locker – kopflos, keine Renneinteilung, alles quasi im 6. Gang - Risiko! Wie viel kann ich auf einer flachen Strecke fahren? Nach 2:28:28 stieg ich als fünfte vom Rad ab.

Die Beine waren gut und ich visierte beim abschließenden Halbmarathon einen Schnitt von 4:10 an – das nächste Risiko in Kauf genommen, aber ich wollte nicht schon wieder 4:20 laufen. Ich wusste auch, Lisi Gruber wird in Kürze an mir vorbeischießen. Es dauerte länger als erwartet. Ich lief super – die ersten 12 Kilometer zumindest und dann… der Hammer! 4:20, 4:25, 4:35…  „super rennst!“, „lauf’s fertig..!“ kam es aus den Zuschauerrängen. Ich wusste nicht, wie ich überhaupt nochmals raus zum Wendepunkt kommen soll, geschweige denn zurück. Banane, Cola, Red Bull… letzte Kräfte sammeln…

Ich unterbrach die Serie der siebenten Plätze und überquerte als 6. die Ziellinie! 4:29:44, um eine Minute schneller als 2014 (damals mit Neopren), schneller am Rad und zu meiner Überraschung auch etwa 1,5 Minuten schneller gelaufen.

Eines steht fest! Das nächste Rennen muss ich mit Renneinteilung fahren. Also Kopf einschalten und zurückhalten!

Meine Splits:
Schwimmen: 29:43
Rad: 2:28:28
Lauf: 1:27:48

Ergebnisse

Wie in alten Zeiten: wenige Sekunden nach Simone aus dem Wasser, am Rad überholen und nur eine Minute hinter ihr im Ziel nach dem laufen... schön!
16 Aug

Marchfelder Triathlon - es ist wieder ein laufen...

Nach dem Trumer Triathlon bauten wir einen Trainingsblock ein. Umfangreich und hart! An so manchen Tagen war ich echt fertig und kraftlos... mein Körper lernte schnell zu regenerieren - viel Zeit war nicht zwischen Training und Kinder abholen, bzw. gemeinsamen Programm am Nachmittag.

Letzte Woche kamen die ersten Zweifel auf. Intervalle nicht schneller als im Vorjahr, ein guter 30km-Lauf in der Hitze, ein Abbruch beim Vierstünder am Rad. Und einmal Komplett-Eingehen beim Halbmarathon...

Auch am Samstag vor dem Triathlon, noch total schlapp... aber sowas kenne ich!

Vor dem Start stellte ich mich zur Jacqueline Kallina. Ich erhoffte mir, wie im Vorjahr mit ihr mitschwimmen zu können. Und ich freute mich, dass der Plan aufgegangen ist. Überraschend nur 15 Sekunden hinter der führenden Simone Fürnkranz lief ich in die Wechselzone ein.

Am Rad fühlten sich meine Beine schwer an. Die Watt waren auch nicht das, was ich von mir gewohnt bin - ich veruchte dies auszublenden. Vor mir in Sichtweite Simone.

Es erinnerte an alte Zeiten - bevor wir noch Mütter wurden. Kurz vor Simone lief ich in die Wechselzone. Gemeinsam rannten wir raus. Ich versuchte mit ihr mitzugehen. Für einen halben Kilometer gelang es mir auch.

Der erste Kilometer war in 3:50! Zum ersten mal in dieser Saison (ausgenommen Ironman Klagenfurt) hatte ich das Gefühl, ich laufe! Ich wusste aus den Trainings der Vorwochen, dass ich heute, mit diesem Schritt und Gefühl einen guten Laufsplit hinlegen kann. Endlich!

Mit einer Minute Rückstand finishte ich als Zweite hinter der mehrfachen Staatsmeisterin, verbesserte meine Gesamtzeit gegenüber Vorjahr um ca. 2,5 Minuten und tankte eine große Portion Selbstvertrauen. Reißt der rote Faden, der das Laufen seit dem Winter durchzieht endlich ab?

Beim Hitzerennen beim Trumer Triathlon holt sich Kamila den Vize-Staatsmeistertitel auf der Halbdistanz.

Vizestaatsmeisterin auf der Halbdistanz - wie cool ist das denn?

Nach Obertrum fuhr ich mit gemischten Gefühlen.

Der Ironman Austria lag erst drei Wochen zurück. Ich fühlte mich zwar bald wieder fit und konnte in den letzten 1,5 Wochen schon  wieder ganz gut trainieren, allerdings war ich mir nicht sicher, ob die psychische Bereitschaft mich in extremer Hitze zu quälen wieder vorhanden ist? Generell hab ich großen Respekt vor dieser Hitze!

Drei Jahre liegt mein letzter Antritt hier zurück und ich freute mich, dass es heuer doch wieder geklappt hat.

Zum Rennverlauf:

Normalerweise die Disziplin in der ich mich wohlfühle. Diesmal jedoch war es allerdings mehr ein „Kampf“ als schwimmen. Nach 32 Minuten war es endlich vorbei. Langsam, aber das war mit drei kurzen Schwimmeinheiten seit dem Ironman absehbar.

Als 10. Dame ging ich auf die Radstrecke.

In der ersten Runde brannten meine Oberschenkel. Generell ist es so, dass ich eine Zeit zum warmwerden brauche und so war es auch. Ab der zweiten Runde kam ein Wohlgefühl auf und ich konnte einige Plätze gut machen.

Als Gesamtvierte erreichte mit dem 3.-schnellstem Radsplit bei den Damen die Wechselzone, in der ich dann meine „5-Minuten-Penalty“ nach 7 Minuten verlassen durfte. Seit 10 Jahren im Triathlongeschehen musste ich das erste Mal in die Penaltybox. Aus meiner Sicht fuhr ich ein faires Rennen und 5 Minuten für eine Unachtsamkeit zu kassieren war meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt.  

Das Laufen war ein harter Kampf. Mit sieben Minuten Zeitverlust viermal hinauf bei 36°C in der prallen Sonne durch die Felder zum Hotpoint, begleitend von Riesenbremsen im Rücken. Danke Schurli fürs pacen, ich denke, ich hätt‘ sonst den Hut draufgehau’n!

Erfreulicherweise ist sich ein sechster Gesamtrang ausgegangen. Den Wunsch, hier den zweiten Platz bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften zu holen hab ich mir erfüllt!

Ich hab eine wichtige Erfahrung gemacht: mein Körper regeneriert nach dem Ironman schnell ;)

Gratulation an das Team rund um Sepp Gruber. Das Triathlonevent in Obertrum war wieder mal eine geniale, top organsisierte Veranstaltung bei der es an Nichts fehlte! Vor allem fiel mir die sehr gute Aufstellung der Labstellen auf – Tische weit auseinander und somit kein Gedränge!

Ich hoffe, nächstes Jahr wieder am Start stehen zu dürfen ;)

Ironman Austria
Kamila erreicht beim Ironman Austria den siebenten Gesamtrang in einer Zeit von 9:28:28
28 Jun

Ironman Austria 2015

Nach 8 Jahren in den Zuschauerrängen war ich am Sonnntag, den 28.6. bereit für meinen ersten Antritt bei der größten Triathlonveranstaltung Österreichs. Dem Ironman Austria!

Immer wieder wurde ich gefragt, was ich vorhabe… ich musste schmunzeln, denn ich hatte nichts anderes vor, als mein Rennen zu machen. Keine Zeit, keine Platzierung, nur einfach mein Rennen machen!

Ein starkes Damenfeld – vor allem aus Österreichischer Sicht -  fand sich am Sonntag um 6:42 in einer eigenen Startwelle wieder. Ich hab mich auf nichts anderes vorbereitet als auf ein einsames Schwimmen und so war es auch  - umso erfreuter war ich, als ich nach 56 Minuten aus dem Wasser stieg.

Seit St.Pölten haben wir viel am Rad gearbeitet. Auch beim Laufen gab es eine Entwicklung die ich allerdings überhaupt nicht einschätzen konnte. Nur Hannes wusste es, er strahlte eine Ruhe aus und freute sich mit mir auf mein Rennen. Er hatte eine Zeit im Kopf und verteilte einen Zeitplan an unsere Freunde, die sich an den verschiedensten Streckenabschnitten postierten.

Die Stimmung an der Radstrecke war ein Hammer, und bis Kilometer 145 ging es mir auch richtig gut. Dann ziemlich schnell ein Fast-Aus. Ich hatte das Gefühl, meine Reifen würden am Asphalt picken, war ein Wind da? Ich weiß auch nicht mehr, wie ich überhaupt das zweite Mal Rupertiberg bewältigen konnte, auf dem ich dann drei Plätze verloren hab. Endlich in der Welchselzone angekommen – aber das war kein Laufen – zumindest bis zum Wechselbeutel nicht.

Raus auf die Laufstrecke – als ob ich mit den Socken und Schuhen andere Beine angezogen hätte. Dass mir Erika Csomor davon rennt, war klare Sache! Ich lief einen – für mich – unglaublichen Pace und machte einen Platz wieder gut. Beflügelt von den Zuschauern und Zurufen kam der Hammer trotzdem - früher als erwartet, nämlich schon bei Kilometer 27! Ein harter Kampf nochmals in die Stadt rein… Auf den letzten Kilometern versuchte ich nochmals alles zu geben und freute mich riesig über eine Endzeit von 9:28:28 und einen 7. Gesamtrang.

Dass ich hier mit dieser Zeit auf der Ziellinie stand, verdanke ich meinem lieben Mann Hannes! Er hat in den schwierigen, mühsamen Momenten zu mir gehalten, mich vorangetrieben, meinen Trainingsplan sehr „nett“ gestaltet, an mich geglaubt und mir Vertrauen geschenkt. Als es mir auf der Radstrecke dreckig ging, dachte ich mir nur: „was willst du? Du hast zwei wunderbare Kinder…“, und freute mich, dass ich hier sein darf!

Ich habe schon bei vielen Veranstaltungen mitgemacht, aber Klagenfurt ist echt etwas Besonderes! Hier trifft sich nahezu die gesamte Österreichische Triathlonfamilie und pusht und peitscht einen bis ins Ziel!

Ein abschließendes Wort über die kritisierte Welleneinteilung möchte ich noch loswerden: von dem was zumindest ich erlebt und gesehen habe, wurde durch die Wellen wesentlich mehr zur Fairness am Rad beigetragen!

 

Meine Splitzeiten:
Schwimmen 56:51
Rad 5:08:15
Lauf: 3:17:46

 

Ergebnisse

Nach dem Ironman 70.3 letzten Sonntag war ich mir nicht sicher, ob ich bis Sonntag fit für den Neufelder Triathlon sein werde. Aber das Ergebnis in Kraichgau motivierte sehr und so stand der Entschluss gegen Ende der Woche fest...

Titelverteidigung am Neufelder See gelungen

Nach dem Ironman 70.3 letzten Sonntag war ich mir nicht sicher, ob ich bis Sonntag fit für den Neufelder Triathlon sein werde.

Aber das Ergebnis in Kraichgau motivierte sehr und so stand der Entschluss gegen Ende der Woche fest. Meine Beine waren am Donnerstag beim Training noch etwas zerstört, also gestalteten wir die letzten zwei Tage sehr ruhig.

Nach Neufeld fuhr ich mit großer Vorfreude – obwohl ich wusste, dass ich keine 100% leisten kann. Zu meiner Freude war der See sehr warm, sodass Neoprenverbot verhängt wurde. Die zweite freudige Nachricht: eigener Damenstart 10 Minuten nach den Herren. Das bedeutete keine Massenschlägerei J

Ich fand sofort ein gutes Tempo, konzentrierte mich auf meine Technik und konnte so bis Ende der 1500m Strecke gut Druck machen. Zu meiner Freude stieg ich als erste Dame aus dem Wasser. Dicht hinter mir Ivett Nagy.

Ich wechselte schnell auf die Radstrecke. Erster Schock nach 300m: der Trinkhalm aus meiner Aeroflasche war weg! Anscheinend hab ich diesen beim Helmaufsetzen rausgeschleudert. Gottseidank hatte ich noch eine normale Trinkflasche mit – doch das warme Getränk wollte mein Magen nicht behalten. Die Hitze war anfangs unerträglich! Ein Blick auf die Uhr: Wattvorgabe nicht einhaltbar, daher druckte ich noch mehr in die Pedale. Die Strecke verlangte eine permanente Arbeit ab, kein Ausruhen möglich! Ich arbeitete mich Stück für Stück nach vorne – die Spritzigkeit wie ich sie in Kraichgau hatte war nicht da. Der nächste Schock war dann beim Blick auf die Uhr nach der ersten Radrunde: 30:56! „Viel zu schnell! Viel zu schnell! Das kann ich nicht durchhalten! Kann dann nicht mehr laufen…“, ich fuhr weiter und weiter am Limit, im Sologang - überholte etliche einzelne Männer, das gab Motivation. Ab Kilometer 25 ging es mir endlich besser, auch wenn ich das heiße Getränk aus der Flasche kaum behalten konnte. Zu meiner großen Überraschung hab ich auf der zweiten Runde nicht markant an Zeit verloren ;)

Die gefürchtete, sonnige Lauftrecke war für mich auch heuer sehr kurzweilig. Mit vier Minuten Vorsprung konnte ich endlich das Flair und das Publikum wahrnehmen und genießen – das war nämlich der Hammer ;) überall in allen Winkeln standen die Seebewohner mit Wasser und feuerten an! Und endlich kaltes Wasser! In den Mund, ins Gesicht, auf den Kopf.... Das Veranstalter-Team leistete großartige Arbeit und schützte die Athleten vor ungeduldigen Autofahrern – ja, deswegen komm ich gern her! Weil es hier ein Fest ist, am Start zu stehen!

Glücklich und erledigt siegte ich zum zweiten Mal auf der Olympischen Distanz in Neufeld in 2:14:57

Was mich besonders erfreut ist die Verbesserung am Rad gegenüber Vorjahr (1,5 Minuten). Die Laufzeit war heuer Spur langsamer als im Vorjahr. In Anbetracht der Umstände trotzdem gut! ;)

Splitzeiten:

Schwimmen: 25:34
Rad: 1:02:34
Lauf: 44:49

Jetzt freue ich mich auf die kommenden zwei Wochen mit Taperphase. Next big Step: Ironman Klagenfurt

Ergebnisse

Ich würde sagen: es passt wieder! Die Experimente mit der Sattel- und Sitzpositionssuche haben wir vor zwei Wochen abgeschlossen. Seit langem wieder hatte ich Spaß am Radtraining...

Ironman 70.3 Kraichgau

Ich würde sagen: es passt wieder! Die Experimente mit der Sattel- und Sitzpositionssuche haben wir vor zwei Wochen abgeschlossen. Seit langem wieder hatte ich Spaß am Radtraining! Deswegen, weil ich nicht schon nach 30 Minuten überlegen musste, wie ich die kommenden Stunden am Rad sitzen soll... links? rechts? vorne? hinten?

Was das Radfahren anging, musste es nur besser werden als in St.Pölten. Doch als wir uns die Radstrecke in Kraichgau mit dem Auto angeschaut haben, wurden meine Beine schon beim ansehen ganz schwer. Eine Strecke wie beim WEM - den ich seit 2008 deswegen meide, weil ich mich schwach fühle. Und dann das laufen? Etliche Höhenmeter, Hitze, kaum Schatten... Dann kam die Info, dass es für uns Profis Neoprenverbot gibt und die 400 Agegroup- Damen lediglich 1 Minute nach uns abgelassen werden. Diese drei Tatsachen und der Nachgeschmack von St.Pölten machten mich sehr nervös. Die Vorfreude auf das Rennen hielt sich sehr in Grenzen. Von 19 gemeldeten Profidamen erschien gerade mal die Hälfte am Start, und diejenigen die da waren haben schon große Namen! Im Agegruppenfeld starke Damen - war ja immerhin Deutsche Meisterschaft!

Doch als der Startschuss ertönte und ich losschwamm war alles rundherum egal. Ich konzentrierte mich nur auf mich, auf meine Züge, meine Atmung, auf die Orientierung. Zusammen mit Astrid bildete ich die Verfolgergruppe. Die Agegrouperinnen (mit Neo) kamen vorbei, aber nicht in dem Ausmaß wie ich gefürchtet habe. Ich genoss das Schwimmen und freute mich, über 30:57 auf einer sehr genau vermessenen Strecke. Der Wechsel klappte gut.

Am Rad konzentrierte ich mich auf die Wattvorgabe. Auf den ersten 30 Kilometern verblüffte mich das Tempo der vielen Mädels um mich herum. Dann wurden die Anstiege immer häufiger und ich konnte mich absetzen. Brauche ich eine Vorlaufzeit zum Warmwerden oder geben die anderen am Anfang einfach so viel mehr Gas? Die Durchschnittswatt passten und ich merkte, dass ich bergauf eine Stärke entwickelte, die mir bisher unbekannt war. Was mich am meisten erfreute war, dass ich mich wieder gefunden hab. Ich genoss das Rennen, fühlte mich großartig, die Verpflegung klappte diesmal auch - am Ende trotz vieler Winkeln und Ecken 15 Watt mehr als in St.Pölten, fast 4 Minunten (2:39:02) schneller auf einer schwierigeren Strecke ;-)

Dann ging es auf die Laufstrecke, runter zum Kurpark, schmaler Schotterweg, rauf zum Zielgelände, runter in die Pampa, rauf, runter rauf... das Ganze mal drei. Drei Runden liebe ich! Ich wählte ein Tempo, das ich sicher durchlaufen kann und riskierte nichts. Für die Umstände ein guter, genauer Halbmarathon (1:32:04).

Alles in einem brauchte ich 4:45:13, belegte den 7. Platz bei den Profidamen und wurde gesamt 9. - wenn man es überhaupt so betrachten darf...

Wie auch immer, ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden! Ich habe neuen Mut gefasst, Freude und Selbstvertrauen getankt und freu mich auf mehr!

Ergebnislink

Zum dritten mal startete ich heuer beim Ironman 70.3 in St.Pölten. Das beliebte, stark besetzte Heimrennen diente als Einstieg auf längere Distanzen und wir haben einige neue Sachen ausprobiert - so manches war gut, bei anderen Sachen hab ich Lehrgeld bezahlt...

Hartes Rennen beim IM 70.3 St.Pölten

Zum dritten mal startete ich heuer beim Ironman 70.3 in St.Pölten. Das beliebte, stark besetzte Heimrennen diente als Einstieg auf längere Distanzen und wir haben einige neue Sachen ausprobiert - so manches war gut, bei anderen Sachen hab ich Lehrgeld bezahlt...

Zuerst mal zum Rennverlauf:

Schwimmen ging super. Bis zur letzten Wendeboje im Viehofner See konnte ich mit der Gruppe um Yvonne Van Vlerken mithalten. Das hat mich irre gefreut! Mein größtes Problem: ich kann nicht nachschwimmen, oder haue ich dann einfach irgendwie die Arme rein, sodass eine Schlangenlinie rauskommt... jedenfalls verlor ich die Gruppe von lauter Korrekturen. Ein Anschluss gelang auch nach dem Landgang nicht mehr... mit 30:04 kam ich als 9. aus dem Wasser. Was mich sehr freut: ich war eine Minute schneller als im Vorjahr - immerhin konnte ich das Schwimmtraining seit Jänner nahezu durchgehend und qualitativ trainieren.

Der Wechsel war verpatzt... ich kam mir vor wie ein Anfänger. Neuer Helm, der so leicht zum zumachen war, ging nicht zu... Ärmlinge hab ich erst am Rad angezogen.

Am Rad fuhr ich zum ersten Mal nach Watt. Ich strebte die vorgegebenen Watt an und es ging mir auch gut dabei. Genau so wie letztes Jahr war das Rennen einsam - nein, stimmt  nicht, mein bester Freund, der Gegenwind war ständig präsent (außer bergauf). Es war ein stilles, einsames Rennen. Ich erlebte selten so wenig Stimmung entlang der Strecke. Auf den letzten 20 Kilometern zahlte ich Lehrgeld, was aber sein musste - denn anders würde ich wohl nicht rausfinden, dass der neue Sattel wohl doch nicht passend ist. Ich konnte nimma sitzen! Das zweite Lehrgeld zahlte ich betreffend der Ernährung - was eigentlich schon mit dem falschen Frühstück begonnen hat. Ich fühlte meine Flaschen nicht nach Gefühl an, sondern der Angabe nach - zu zu süß, ich brachte die süßen Riegel nicht runter und mir war zum speiben. Ich aß viel zu wenig!

Als ich auf die Laufstrecke hinauslief, hatte ich das Gefühl, fremde Beine anzuhaben. Und wieder gleicher Fehler wie im Vorjahr - doch auch das musste ich erfahren - zu schnell angegangen. Der Gegenwind entlang der Traisen machte das Schotterlaufen nicht einfacher. Ich kann mich auch nicht erinnern, dass meine Unterschenkel und Knie jemals so plump waren...  na ja, stark angefangen, stark nachgelassen - eine Langdistanz hätte ich an diesem Tag nicht durchgehalten. Ich kann mich ebenfalls nicht erinnern, jemals muskulär - und daraus folglich auch mental - derartig am Limit gewesen zu sein... Letztendlich gewann ich den Kampf gegen den inneren Schweinehund und finishte in 4:47:49 - nicht ganz das, was ich mir vorgestellt habe. Aber einen Trainingsrückstand aus dem Winter/Frühjahr kann man eben nicht in drei oder vier Wochen aufholen - und wer weiß, wozu es gut ist!

Und wir experimentieren weiter... bis wir das Optimum finden. In drei Wochen steht die nächste Probe am Programm ;)

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Ein großes Danke an Hannes, der mir im richtigen Zeitpunkt den richtigen Kick gibt und mir immer zur Seite steht und an meine Unterstützer: Beaster, Ferrer Hotels, Cocoon

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